Dipl. Hundepsychologin ATN

    Yasmine Wuffli

 
   
 

Joya's Welt.



Seit April 07 haben wir ein neues Rudelmitglied.

Die Setter Dame All Right for Joya de la Raverette.

Schon als Kind war der Ihris Setter für mich ein treuer Wegbegleiter. Ich hatte das grosse Glück mit diesen Tieren aufwachsen zu dürfen. Meine Mutter führte damals unsere Setter-Dame Donna. Die auch schon damals aus der selben Zucht stammte wie heute unsere Joya.

Die Faszination, die mich bereits als Kind in den Bann des gutmütigen und zugleich stolzen Hundes zog, habe ich bis heute nicht verloren. An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Eltern bedanken. Sie haben mir die Welt der Hunde von einer schönen und sehr respektvollen Seite näher gebracht, wenn nicht sogar den Weg dazu geöffnet.

Es ist daher nicht verwunderlich, diese Rasse bei uns anzutreffen.

Als wir uns damals für einen Jungen Setter entschieden, waren wir uns bewusst, dass eine herausfordernde Zeit auf uns zu kommen würde. Es ist kein leichtes unterfangen zwei kleine Kinder und ein junger Hund unter einen Hut zu bringen. Für uns war (und ist) immer klar; Ein Hund hält man nicht nur weil man einen Hund haben möchte. Die Zuwendung, Aufmerksamkeit und Erziehung nimmt einen grossen teil an Zeit, Nerven und Emotion in Anspruch.

Nichts desto trotz gingen wir das Abenteuer „junge Familie- mit jungem Hund“ ein.

Die Freude über die gut gegangene Geburt am 2. Januar 07 war gross.

Die ersten drei Wochen waren nur für die Mutter und ihre Welpen reserviert. Es ist eine gute Sache eines Züchters, der Mutter und ihren Welpen Zweisamkeit zu schenken. Für uns und unsere Neugier waren es jedoch lange drei Wochen.

Voller Freude und gespannt über die kleinen Knöpfe machten wir uns auf den Weg...

Sie waren unglaublich süss. Und obwohl wir uns auf keinen Fall schon jetzt für einen Welpen entschieden wollten, war die erste Begegnung sehr entscheidend.

Im laufe der vielen Besuche bei unserem zukünftigen Hund wurde uns klar,; wir haben die grösste Wild-Sau ausgelesen. Joya war bei weitem die erste die die Wurfkiste alleine verliess, obwohl Sie mit Abstand die kleinste und zierlichste Hündin war. Ihre Kletterkünste waren nicht zu übersehen. Ihr drang, neues zu erkunden trieb sie immer weiter, höher und wilder. Vom Menschen fühlte Sie sich schon da zumal nur für kurze Zeit angezogen. Die Selbständigkeit war ihr ins Gesicht geschrieben. Die freundliche und selbstbewusste Art fand unsere Bewunderung und so freuten wir uns auf das zukünftige Familienmitglied.

Der Tag kam und Joya lernte ihr neues zu Hause kennen. Sie hat uns vom ersten Moment an in Ihr Herz geschlossen. Sie fühlte sich sehr schnell zu Hause und lebte sich prächtig ein. Zu unserem erstaunen war sie schon zu einem grossen Teil stubenrein. Nichts desto trotz begann eine entbehrungsreiche Zeit, die mit freue und Erfahrung mit Joya bestückt wurde.

Wir lernten schnell,- ein Setter ist ein toller und ganz selbständiger Hund. Den es zu erziehen gilt und der Dir nichts schenkt. Er will wissen was sein Meister zu bieten hat und ob er den selben langen Atem zeigt wie er selbst.

Wie so üblich gingen wir mit Ihr in die Welpenspielgruppe, es folgten Erziehungskurse und Plauschgruppen. Für uns war immer klar: mit unseren Hunden wollen wir arbeiten,- aber was?

Wir haben verschiedene Möglichkeiten ins Auge gefasst. Die Sportart wollten wir nach den Bedürfnissen des Hundes richten. Da der Setter ein sehr liebes Wesen hat, viel Ausdauer, sehr selbständig arbeitet, eine gute Nase hat und ein grosses Bedürfnis zu arbeiten, entscheiden wir uns für die Ausbildung zum Katastrophen-Hund bei Redog.

So begannen wir im Herbst 07 das Training bei der Junioren-Gruppe

Joya konnte man schnell für die Sucharbeit begeistern. Stets war und ist sie hoch Motiviert. Die selbständige Arbeitsweise der Setter ist unglaublich schön anzusehen. Die fliessenden Bewegungen auch während der Nasenarbeit ist und unter Spannung ist Majestätisch.

Sie verstand sehr schnell um was es geht. Nur wir hatten unsere liebe mühe, heraus zu finden, wie wir Joya am besten bestätigen konnten. Wir mussten lernen , die Eigenheiten des Setters für uns zu nutzen. So begannen wir mit Stofftieren und gebratener Leber, welche im Stofftier drin war zu bestätigen. Der Setter ist und bleibt ein Jäger, so hatte Joya ein Tierli erbeutet und es gab sogar noch Futter raus...

Nach dem Junioren-Training welches auf jeden einzelnen Hund abgestimmt war, kam Joya zu den Anfängern. Sie war nun das erste mal mit Trümmern konfrontiert und mit den vielen Eindrücken im Übungsdorf. Das Junioren-Training erfolgreich abgeschlossen und mit einem guten Gefühl startet mein Mann das erste Training. Und,- es ging voll in die Hose. Nichts mehr ging. Warum?

Joya stöberte nur noch in den Trümmern, rannte wie irr durch das Gelände aber keine Ambition zum suchen. Uns viel der Kiefer runter. Bis an hin hat es immer geklappt, was nun?

Wir durften den Charakter unseres Hundes wieder einmal von einer anderen Seite kennen lernen.

Zu hause angekommen verfiel Joya in einen Tiefschlaf von mehreren Stunden. Uns war klar,- Sie war einfach überfordert. Zu viel neue Eindrücke, Gerüche, neue Umgebung, neue Hunde.

Ja, der Setter ist ein sensibler Hund und man muss wohl bedacht mit ihm und seinen Eigenheiten Umgehen (können).
Im Training begann man nun wieder einen langsamen Aufbau im neuen Gelände. Schritt für Schritt, wie bei den Junioren zu vor und es wurde schnell wieder besser.

Heute kann sich Joya schon gut auf neue Situationen einstellen und trotzdem Arbeiten. Es bleibt aber immer eine Gratwanderung zwischen fordern und überfordern. Den zu oft die selbe Aufgabe macht Joya auch nicht mit. Die Arbeit muss sie fordern und abwechslungsreich sein.
Ist die Suche Joyas Ansicht nach zu einfach, schaut sie schnell beim gefundenen Figuranten rein und zeigt nicht an (bellt nicht),- dass kann ja nicht alles sein, dass war zu einfach und sucht weiter oder beginnt zu stöbern.

Wir haben einen guten Freund gewonnen, einen tollen Partner zur Seite gestellt bekommen und geniessen die Gemeinsame Zeit mit Joya. Sei es beim Velofahren, Rollerbladen, Baden oder einfach nur laufen,- Joya ist überall dabei und auch die Kinder haben einen guten bezug zur Joya. Sie gehen sehr respektvoll und freundlich mit Ihr um. Alles in allem haben wir unseren Perfekten Hund mit Makeln gefunden.


 
 
Yasmine Wuffli
Dipl. Hundepsychologin ATN
Aemmenmattstrasse 9a
3123 Belp