Dipl. Hundepsychologin ATN

    Yasmine Wuffli

 
   
 

Wie Hunde lernen.



Wichtige Lern-Faktoren

Es gibt verschieden Situationen in denen ein Hunde lernt. Nicht alle gelernten Sachen sind vom Menschen gewollt. Daher ist es in erster Linie sehr wichtig zu verstehen WIE und WANN ein Hund lernt. Hierbei sind verschiedene Faktoren zu beachten.

Der Hund lernt durch Verknüpfungen und wiederholtem Erfolg. Verhalten welches der Hundehalter immer wieder Belohnt, wird der Hund häufiger zeigen.

Hunde haben ein sehr feines Gespür und eine gute Beobachtungsgabe. Sie nehmen von uns Menschen verschiedene Signale war, dazu gehört die Körperhaltung, Stimme wie auch Stimmung und die Körpergerüche. Diese Signale sind nebst der verbalen Kommunikation wichtige Hilfsmittel um einem Hund etwas beizubringen.

Hunde lernen individuell und ja nach Rasse unterschiedlich. Daher benötigt es auch verschiedene Motivationen und Hilfsmittel. Für die grösst möglichste Motivation ausfindig zu machen muss der Hundehalter sein Tier gut kennen lernen. Hier ein paar der möglichen Motivationsgründe:

  • Ball spiele

  • Streicheleinheiten

  • verbale Belohnung

  • tragen von Gegenständen

  • aportieren eines Stocks

  • der Freiheitsdrang

  • mehr machen zu können

So unterschiedlich wie die Motivation ist auch die Präferenz des Hundes. Damit der Hund gerne und gut lernt muss ihm die Arbeit Spass machen. Nicht jeder Hund ist für die selbe Disziplin geeignet. Daher macht es Sinn, sich Gedanken über die ursprüngliche Gebrauchsart ihres Hundes zu machen.

Genetische Dispositionen haben einen hohen Stellenwert im Bezug auf Lernerfolge, Motivationsgründe und Erziehungshilfen.

Es gibt diverse Faktoren die das lernen vermindern oder sogar verhindern können. Diesen sollte man sich bewusst sein und möglichst meiden oder bei sich selbst ab-trainieren.

  • falscher Ort

  • falsche Zeit

  • Stress

  • zu wenig Geduld

  • schlechte Verknüpfungen

  • Überforderung des Hundes

  • nicht wahrnehmen des Hundes

  • unlogischer Aufbau

  • zu grosse Teilschritte

Der Hund soll aus Liebe, Respekt und Vertrauen hinaus arbeiten wollen.

Dieser Grundsatz steh an erster stelle. Dies bedingt das wir das Tier als solches erkennen und nicht zu Robotern machen. Auch Hunde haben schlechte Tag und die stehen Ihnen genau so zu wie uns unsere Stimmungsschwankungen. Es gilt hier zu beachte, dass sich das Tier unsere Launen nicht entziehen kann. Wir uns aber seinen schon...

Liebe, Respekt und Vertrauen müssen wir aber auch dem Hund entgegenbringen wenn wir erfolge erzielen wollen. Folgende Faktoren begünstigen das lernen.

  • seien Sie immer Geduldig

  • lange Lernzeiten einrechnen

  • „der Weg ist das Ziel“,-dass heisst Teilziele sind der Weg

  • achten sie auf die Umgebung ( Ablenkung)

  • arbeiten sie mit der Motivation des Hundes (Tageszeit)

  • üben sie kurze Sequenzen

  • üben sie regelmässig

  • bauen sie eine Übung logisch auf

  • achten Sie auf ihre Stimme und Stimmung

  • seien sie konsequent

  • die Körperhaltung gilt für den Hund als Wiedererkennungswert.

  • Kurze Auflockerungssequenzen benötigt der Hund.

  • Belohnen sie den Hund häufig

  • Belohnen sie den Hund exakt

  • bestätigen sie die reine Aufmerksamkeit immer wieder.

Damit der Hund lernt muss er beriet dazu sein. Die Aufmerksamkeit ihres Hundes spielt hier bei die wichtigste Rolle. Loben Sie ihre Hund für Aufmerksamkeit die er Ihnen aus freien Stücken schenkt.

In erster Linie ist dies die beste Grundlage und der Hund lernt sehr schnell, dass es sich lohnt aufmerksam zu sein. Loben Sie den Hund auch im Alltag für gutes Verhalten. Nutzen Sie Gelegenheiten in denen der Hund etwas anbietet, es ist der einfachste Weg um gute Verknüpfungen herzustellen. Zu dem wollen wir die Hunde zum mitdenken erziehen und nicht zu einem willen losen Roboter. Der Hund lernt schnell welche Verhalten für Ihn lohnend sind und wird dies auch vermehrt wieder anbieten.

Treten Sie ihrem Hund auch mit Liebe, Respekt und Vertrauen entgegen. Geben Sie ihm auch zu spüren das Sie stolz sind auf ihn, Hunde haben ein feines Gespür und werden diese Gestik zu schätzen wissen.

Seien Sie zu ihrem Hund freundlich, Geduldig und Konsequent. Achten Sie seine Persönlichkeit und arbeiten sie immer mit und nie gegen das Tier.

Ungeduld, Aggressivität, Schläge, Schreien, schmerzhafte Einwirkungen gleich welcher Art machen aus einem Hund zunächst einen willigen aber leider auch angstvollen Hund Zudem ist es ein vergänglicher Erfolg der nicht dauerhaft anhält.


 
 
Yasmine Wuffli
Dipl. Hundepsychologin ATN
Aemmenmattstrasse 9a
3123 Belp